DIE REPUBLIK FEIERT IN BREMEN
Am ersten Wochenende im Oktober wird Bremen zum Mittelpunkt der Republik. Hunderttausende von interessierten Bürgern, politische Prominenz, Würdenträger, Wissenschaftler und Kulturschaf fende werden sich hier versammeln, um den Nationalfeiertag zu begehen. Ein großer Tag für Bremen undeine gute Gelegenheit, die Hansestadt positiv in den Köpfen zu verankern. Und Bremen hat eine Menge an Vorbereitungen getroffen, damit dieses Ziel erreicht wird. Seit Jahren laufen die Planungen. Der Versuch, allen Beteiligten gerecht zu werden, erscheint so schwierig wie die Quadratur des Kreises. Schließlich muss zum Beispiel allen Bundesländern Gelegenheit gegeben werden, sich ausreichend darzustellen. Da sind viele Fettnäpfchen aufgestellt, in die man als Planer treten kann. Es ist beruhigend zu hören, dass das Bremer Team gut vorangekommen ist. Es ist ein Vorteil kleinerer politischer Systeme, dass man ihnen nicht so leicht Herrschsucht unterstellt und ihnen deshalb nicht so misstrauisch begegnet. Bremen hat diesen zwangsläufigen Vorteil mangelnder Größe schon immer zu nutzen gewusst. Wir sind eben nicht so leicht verdächtig. Auf dieser Basis hat das Rathaus-Team die Planungen vorangetrieben. Kein Zweifel: Das wird zum Nutzen unseres Bundeslandes sein. Bremen hat schon einmal die Feiern zum Nationaltag ausgerichtet. Das war 1994. Schon damals hat die Diskussion über die Sicherheitslage einen breiten Raum eingenommen. Das ist auch diesmal nicht anders. Wo derartig viele Menschen auf relativ engem Raum zusammen treffen, bleibt eine Gefährdung nicht aus. Es ist davon auszugehen, dass Vorkehrungen getroffen wurden, die die Sicherheit, soweit dies überhaupt möglich ist, garantieren. Ein Restrisiko bleibt und gerade bei einer Veranstaltung, die im Zeichen der Bürgernähe steht, ist dies eine schwierige Aufgabe. Die Polizei
und Sicherheitsorgane anderer Länder werden helfen. Bremer pflegen einen offenen Umgang mit „denen da oben“, sind es gewissermaßen gewöhnt, ihrem Bürgermeister auf der Straße die Hand zu schütteln. Es wäre gut, wenn diese Bürgernähe auch bei dem großen Fest im Oktober erreicht würde. Schließlich ist der 3.Oktober 2010 auch der 20.Jahrestag der Wiedervereinigung. Ein Jahrestag der Befreiung. Wenn Bremen es schafft, dass dieser Tag zum Beispiel für den freien demokratischen Umgang miteinander wird, so ist viel erreicht. Die Weichen sind gestellt.
Ihr Volker Weise
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